symmetrisch-tonischer Nackenreflex

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Der STNR (symmetrisch-tonischer Nackenreflex) entsteht in der 18. Schwangerschaftswoche. Bei der Geburt ist er aktiv und wird kurze Zeit danach wieder gehemmt.
Er tritt außerdem noch ein weiteres mal im ersten Lebensjahr auf und wird dann wieder zwischen dem 8. und 11. Lebensmonat gehemmt.

Es ist noch nicht sicher, ob es sich beide Male um den STNR handelt!

Der STNR wird im Vierfüßlerstand durch eine Kopfbewegung nach unten (Beugung des Kopfes) oder nach oben (Streckung des Kopfes) ausgelöst.

Bei einer Beugung des Kopfes beugen sich die Arme und die Beine strecken sich.

Bei einer Streckung des Kopfes beugen sich die Beine und die Arme strecken sich.

Funktion: der STNR ist kurz nach der Geburt präsent und tritt dann zwischen dem 8. und 11. Lebensmonat erneut auf. Nach der Geburt hilft er dem Neugeborenen (zusammen mit dem Schreitreflex), sich in Richtung Nahrungsquelle zu bewegen.
Später ermöglicht er dem Baby, sich aus der Bauchlage in den Vierfüßlerstand aufzurichten.

Wenn der symmetrisch-tonische Nackenreflex (STNR) nicht gehemmt wurde, können folgende Schwierigkeiten auftreten:

  • schlechte Haltung
  • Kind sackt im Sitzen zusammen, während es die Beine streckt
  • affenähnlicher Gang
  • W-Sitz
  • schlechte Koordination zwischen Augen und Händen
  • Kleckern beim Essen
  • Dyspraxie
  • schlechte Körperkoordination zwischen der oberen und unteren Körperhälfte (z. B. Fahrradfahren)
  • langsames Abschreiben von der Tafel
  • Schwierigkeiten beim Schwimmen: schlecht synchronisierte Bewegungen, wenn der Kopf über Wasser gehalten wird
  • Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • motorische Unruhe
  • kein oder verkürzte Phase des Krabbelns
  • liegt auf dem Tisch beim Schreiben
  • Sehfehler (Nahsicht, Akkomodation)
  • visuelle Probleme (Raum- und Tiefenwahrnehmung)

Quelle: “Greifen und BeGreifen” – Sally Goddard Blythe

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