spinaler Galantreflex

  • von

Der spinale Galantreflex entsteht in der 20. Schwangerschaftswoche. Bei der Geburt ist er aktiv beteiligt.

Er wird zwischen dem 3. und 8. Lebensmonat wieder gehemmt.

Ausgelöst wird er durch die Berührung des unteren Lendenwirbelbereiches.

Daraufhin reagiert der Körper mit einer Hüftrotation um 45 Grad in die Richtung, auf deren Seite die Stimulation stattgefunden hat.

Wird er beidseits ausgelöst, heißt er “Pulgar-Marx-Reflex”.

Funktion: der spinale Galantreflex ermöglicht dem Baby die Bewegung durch den Geburtskanal. Evtl. hilft er bei der Synchronisation der oberen und unteren Körperhälfte, wenn das Kind zu kriechen und krabbeln beginnt.

Wenn der spinale Galantreflex nicht gehemmt wurde, können folgende Schwierigkeiten auftreten:

  • Kind zappelt herum und kann nicht stillsitzen (weil die Lehne des Stuhls oder ein zu enger Hosenbund den Reflex auslösen)
  • Kind mag keine enge Kleidung
  • einseitige Hüftrotation
  • Gangstörung
  • Skoliose
  • Ablehnung von sportlichen Aktivitäten
  • mangelnde Konzentration
  • Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis
  • Bettnässen/Verdauungsprobleme
  • Kind muss oft zur Toilette
  • Amphibienreflex und segmentäre Rollreflexe werden nicht aktiv

Quelle: “Greifen und BeGreifen” – Sally Goddard Blythe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.