tonischer Labyrinthreflex (rückwärts)

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Der TLR rückwärts entsteht direkt bei der Geburt, wenn das Kind in der vorderen Hinterhauptslage durch den Geburtskanal nach außen tritt.

Gehemmt wird der TLR rückwärts schrittweise zwischen der 6. Lebenswoche und dem 3. Lebensjahr.

Ausgelöst wird er durch eine Kopfbewegung nach hinten und hat zur Folge, dass sich der Kopf über die Ebene der Wirbelsäule hinaus nach hinten überstreckt.

Funktion: der TLR rückwärts ermöglicht dem Baby den Austritt aus dem Geburtskanal. Nach der Geburt ist er am Aufbau der Schwerkraft, des Muskeltonus und der Propriozeption beteiligt. Er ist der Gegenspieler des TLR vorwärts. Gemeinsam ermöglichen sie eine gerade Körperhaltung.

Wenn der tonische Labyrinthreflex rückwärts nicht gehemmt wurde, können folgende Schwierigkeiten auftreten:

  • schlechte Haltung
  • Zehenspitzengang
  • schlechte Balance und Koordination
  • erhöhter Muskeltonus (steife, ruckartige Bewegungen)
  • visuelle/räumliche Wahrnehmungsprobleme
  • schwach ausgebildete Organisationsfähigkeit
  • Defizite beim Erkennen und Einhalten von Abfolgen
  • Zahlendreher/Buchstabendreher
  • Rechen-/Schreibprobleme
  • schwimmen schwierig
  • Probleme mit dem Gleichgewicht (Schwindel, Übelkeit)

Quelle: “Greifen und BeGreifen” – Sally Goddard Blythe

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